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Im Lande des Mahdi I

Im Lande des Mahdi I
Ein Chajjal
Der Reïs Effendina
In Siut
Unter der Erde
In der Wüste
Die Sklavinnen
 
 

Ein Chajjal 

Mein dicker Türke hatte vor Erstaunen über diese Wendung der Angelegenheit seine Pfeife ausgehen lassen. Er blickte mich mit großen Augen an, schüttelte sehr nachdrücklich den Kopf und meinte:
 
»Ist das möglich? Sie scheinen trotz Ihrer Grobheit gewonnen zu haben, Effendi!«
 
»Nicht trotz, sondern wegen meiner Grobheit. Man muß diese Leute zu behandeln wissen. Der Bakschisch hat dann dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Ich sage Ihnen, die hiesigen Beamten haben vor einem europäischen Konsul viel mehr Angst als vor dem Großsultan. Unsere Herrscher verstehen ihre Unterthanen zu schützen, während der Wille des Padischah hier fast gar keine Geltung hat.«
 
»Aber ob die Sache wirklich zu Ende ist, das fragt sich noch!«
 
»Nein, sie ist noch nicht zu Ende. Abd ei Barak wird es nicht wagen, sich vor Gericht über mich zu beschweren; aber dafür wird er heimlich Rache nehmen. Ich muß von jetzt an sehr vorsichtig sein.«
 
»So weiß ich nicht, ob ich Ihnen hier in dieser Wohnung Schutz bieten kann!«
 
»Sie vermögen es nicht. Ich muß mir einen andern Ort suchen.«
 
»Aber wo? Im Hotel oder vielleicht bei Ihrem Konsul?«
 
»Im Hotel bin ich nicht sicher, und den Konsul will ich nicht belästigen. Ich werde morgen die Stadt verlassen.«
 
»Die Stadt, also mich verlassen? Also auch mich? Das kann ich nicht zugeben. Wir würden uns nicht wiedertreffen.«
 
»O doch. Ich benutze ein Nilboot oder ein kleines Segelboot, um mit den Kindern eine Strecke nilaufwärts
 
 
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