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Im Lande des Mahdi I

Im Lande des Mahdi I
Ein Chajjal
Der Reïs Effendina
In Siut
Unter der Erde
In der Wüste
Die Sklavinnen
 
 

Ein Chajjal 

»Effendi, es ist ein großes Unglück in der Nähe! Zwei Polizeisoldaten suchen dich.«
 
»Mich? Suchen sie mich denn hier?«
 
»Ja. Sie langten zu gleicher Zeit mit mir draußen vor dem Hause an.«
 
»Wie könnte die Polizei mich kennen! Haben sie dir einen Namen genannt?«
 
»Nein. Sie fragten nach dem Manne, welcher mit zwei schwarzen Kindern hier eingetreten ist.«
 
»Damit bin freilich ich gemeint. Hast du ihnen gesagt, daß ich hier bin?«
 
»Ja.«
 
»Dummkopf!« schrie ihn sein Herr an. »Das solltest du nicht sagen. Das ist im höchsten Grade albern von dir!«
 
Selim bog den Rücken, daß er mit den Beinen einen rechten Winkel bildete, und antwortete im Tone der Zerknirschung:
 
»Richtig, sehr richtig!«
 
»Zanken Sie nicht!« beschwichtigte ich den Türken. »Man hat mich jedenfalls gesehen; die Polizisten wissen, daß ich hier bin, und das Leugnen hätte also nur die Folge, daß die Angelegenheit sich für mich verschlimmerte. Die beiden Beamten wollen also wohl mit mir sprechen?«
 
»Ja, sogleich!« antwortete der Haushofmeister.
 
»So bringe sie herein!«
 
Selim ging, und Murad Nassyr meinte in ängstlichem Tone:
 
»Ich entferne mich! Man muß denken, daß ich von dieser Sache nichts weiß, daß ich mit derselben gar nichts zu schaffen habe.«
 
»Nein; es ist besser, Sie bleiben hier.«
 
 
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