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Ein Chajjal
kundigte sich nach der Ursache dieser Wortlosigkeit, und ich erzählte ihm, was ich von dem kleinen Gegner seines Schnurrbartes gehört hatte. Er blickte lange, ohne eine Meinung zu äußern, vor sich nieder, so daß ich ihn endlich fragte:
»Nun, was sagen Sie dazu?«
»Daß ich Ihnen nicht rate, sich in diese Angelegenheit zu mischen. Sie würden nicht nur Mühe und Aerger, sondern noch Schlimmeres davon haben.«
»Pah! Die Sklaverei ist abgeschafft.«
»In den Büchern und Verträgen; in der Wirklichkeit besteht sie aber noch, in der Türkei und in Aegypten, und es fragt hier keine Behörde darnach, ob mein Neger mein Diener oder mein Sklave ist.«
»Aber wenn ich einen bestimmten Fall zur Anzeige und dazu die Beweise bringe, so ist diese Behörde gezwungen, einzuschreiten.«
»Ja; aber wie wird sie einschreiten! Nehmen wir den Haushalt des höchsten Mannes in Aegypten als Beispiel an. Hat der Khedive nur Diener und Dienerinnen und keine Sklaven und Sklavinnen mehr? Antworten Sie mir nicht mit Umschreibungen, sondern kurz mit ja oder Nein!«
Ich schwieg. Was hätte ich sagen können?
»Ich höre keine Antwort, und das ist deutlich genug. Denken Sie, der Sudan liefere seit dem Verbote keine Sklaven mehr? Oder denken Sie, es sei nicht allgemein bekannt, auch der Behörde, daß jährlich noch Tausende von Schwarzen auf dem Nile bis herunter ins Delta schwimmen? Man drückt die Augen zu, weil man selbst Neger braucht. Man hat Diener, Haremswächter und Dienerinnen für die Frauen nötig, und weil man sie auf keine andre Weise bekommen kann, so kauft man sie. Ich rate Ihnen, die Hand davon zu lassen.«
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