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Ein Chajjal
Das war eine sehr vertrauliche Mitteilung; er hielt mich für einen Menschen, dem er dieses Geheimnis anvertrauen könne, ohne von ihm verraten zu werden.
»Wie viel hast du denn schon gespart?« erkundigte ich mich.
»Schon fast vierzig Piaster.«
»Und wie lange bist du bei Abd, el Barak?«
»Viele, viele Wochen, und noch viel mehr Tage!«
»Ist's ein Jahr?«
»Das weiß ich nicht.«
Der Knabe verstand es nicht, die Zeit zu bestimmen; darum fragte ich ihn:
»Wie oft hast du schon den Aufbruch der Pilgerkarawane von hier nach Mekka gesehen?«
»Zweimal.«
»So bist du schon zwei Jahre bei ihm; merke dir das! Du siehst mich nicht zum letzten Male! Ich werde noch oft hier Bier trinken, und vielleicht kann ich dir einen guten Rat geben oder euern Gebieter bitten, euch freizulassen.«
Ich kehrte, gefolgt von seinem dankbaren Blicke, an meinen Platz zurück. Hätte ich ihm die Wahrheit sagen sollen, daß er eigentlich frei sei, weil der Vizekönig den Sklavenfang verboten habe? Nein, denn er hätte diese Mitteilung doch nicht ausnützen können. Also Geschwister waren sie! Ich war bewegt. Welche Liebe und Anhänglichkeit! Er unterstützte sie, um sie nicht leiden sehen zu müssen! Er hatte sein Land, sein Volk und seine Eltern nicht vergessen. Er wollte zu ihnen zurück; nur darum sparte er. Und wie beschreibt man diese Schwarzen? Auf welche Stufe stellt man sie? Hätte ein weißer Knabe im Alter dieses Negerjungen besser fühlen, denken und handeln können? Gewiß nicht! Wer
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