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Im Lande des Mahdi I

Im Lande des Mahdi I
Ein Chajjal
Der Reïs Effendina
In Siut
Unter der Erde
In der Wüste
Die Sklavinnen
 
 

Ein Chajjal 

»Sie hätten mich brauchen können?«
 
»Ja.«
 
»Wozu?«
 
»Allah! Das fragen Sie noch? Ich will nach Chartum, um meine Schwester ihrem Nischanly (* Bräutigam.) zuzuführen. Sie hat einige Dienerinnen bei sich, und ich muß mir Leute mieten, auf welche ich mich verlassen kann. Denken Sie, die lange und gefährliche Fahrt auf dem Nile und die halbwilden Araberstämme, durch deren Gebiet wir kommen! Ein Mann wie Sie, der es mit der Gum, mit einer ganzen Schar blutgieriger Tuareg aufgenommen hat, der fürchtet sich nicht. Haben Sie die Gewehre mit, welche Sie damals bei sich hatten?«
 
»Ja.«
 
»Nun, so überlegen Sie es sich! Die Reise soll Ihnen keinen Para kosten; ich werde für alles sorgen. Bezahlung, wie einen Diener, darf ich Ihnen freilich nicht bieten; aber ich werde da oben Geschäfte machen, gute Geschäfte, welche viel Geld einbringen, und wir wollen beraten, welchen Teil des Gewinnes Sie erhalten sollen.«
 
Das war ein Wort! Ich gestehe aufrichtig, daß ich am liebsten gleich ja gesagt hätte, doch erkundigte ich mich:
 
»Welche Geschäfte sind es, die Sie im Sinne haben?«
 
Er zwinkerte mit den Augen, und sein Gesicht nahm einen so listigen Ausdruck an, wie ich ihm gar nicht zugetraut hätte.
 
»Können Sie sich das nicht denken?«
 
»Nein.«
 
»Etwa Reqiq machen?«
 
Er blickte mir mit gespannter Erwartung in das Gesicht. Reqiq heißt Sklaven. Ich antwortete schnell:
 
 
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